Windpocken

Windpocken sollten alle Kinder durchmachen dürfen

Die Krankheit
Windpocken sind einer der harmlosesten Kinderkrankheiten. Alle Kinder sollten die Gelegenheit haben, in ihrem Leben diese Krankheit durchzustehen. Meist bekommen die Kinder nicht einmal Fieber oder nur ganz kurz. Einzig lästig ist der Juckreiz. Kleinen Kindern sollte man deswegen die Fingernägel kurz schneiden, damit sie sich nicht kratzen können. Warme Fussbäder oder kalte Auflagen mit Quark oder Lehm nehmen den Juckreiz und die Unruhe der Kinder. Erwachsene neigen eher zu Komplikationen bei Windpocken als Kinder.  Rund 90 Prozent der Angesteckten erkranken auch an den Windpocken.

Eine seltene Komplikation bei Windpocken ist das Reye-Syndrom. Häufig wird es durch eine Gabe Aspirin während der Windpockenerkrankung hervorgerufen. In den USA sterben jährlich ca. 100 Kinder an Windpocken weil man ihnen entzündungshemmende oder fiebersenkende Mittel verabreicht hatte (CDC, MMWR May 15, 1998, 47(18).  Die Sterblichkeit bei Windpocken liegt normalerweise bei Kindern bei 0,0014 Prozent und bei Erwachsenen bei 0,068 Prozent (Preblud, S., Pediatrics, 1986, 78 Suppl: 728-735)

Windpocken gehören neben Masern, Mumps und Röteln zu den Krankheiten, die das Diabetes- und das Krebsrisiko im späteren Leben massiv verringern (Albonico, et al, Med Hypotheses 1998, 51(4):315-320).

Die Impfung
Bei uns in den deutschsprachigen Ländern gehört die Windpockenimpfung nicht zu den empfohlenen Impfungen, in vielen Bundesstaaten der USA dagegen ist sie eine Pflichtimpfung. Dort wurden von 1995-1998 dreissig schwere allergische Reaktionen und vierzehn Todesfälle nach dieser Impfung gemeldet (Wise et al, JAMA 2000, 284(19): 1271-1279).  Frisch Geimpfte können für andere ansteckend sein. Das Impfvirus bleibt latent im Körper, es kann gelegentlich reaktiviert werden und eine Gürtelrose verursachen.

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