Sind die Eltern getrennt/geschieden und das Sorgerecht beiden zugesprochen, dann gilt folgendes:

Schweiz:

In der Schweiz gilt der Grundsatz der gemeinsamen elterlichen Sorge (Art. 296 ff. ZGB). Dieser sichert dem nicht obhutsberechtigten Elternteil ein Mitspracherecht in den für das Kindeswohl wesentlichen Punkten. Dazu gehören sicher auch medizinische Fragen. Medizinische Eingriffe, die weder Routine (Impfung, Zahnarzt, etc.), noch sofortiges Handeln (z.B. akute Behandlung nach Unfall) betreffen, müssen mit dem anderen sorgeberechtigten Elternteil abgesprochen werden.

Betreffend Impfen kann weder in der Entscheiddatenbank des Bundesgerichts noch beim Kantonsgericht Luzern ein passender Entscheid gefunden werden. Das Bundesgericht betonte aber immer wieder das Recht auf Information und Mitentscheidung bei zentralen Fragen der Lebensplanung des Kindes, u.a. bei medizinischen Eingriffen.

Im Jahr 2018 wurde vom Kreisgericht Basel-Landschaft ein wegweisender Entscheid gefällt. Somit kann der von den Kinder getrennt lebende Vater mit Sorgerecht die Mutter nicht zwingen, die bei ihr wohnenden Kinder gegen ihren Willen impfen zu lassen. Dies ist doch schon einmal ein gutes Signal, dass die Gerichte die Grundrechte hoch halten.

Deutschland:

Rechtliche Grundlage

Österreich:

folgt

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