Rota-Virus

Notwendigkeit oder Profitgier?
von Anita Petek-Dimmer

Den meisten Eltern dürfte der Begriff Rotaviren fremd sein. Rotaviren sollen für eine grosse Zahl von Durchfallerkrankungen bei Säuglingen verantwortlich sein. Dank einem geschickten Marketing wird uns der Gedanke suggeriert, unsere Kinder dank einer Impfung von Durchfallerkrankungen fernzuhalten. Erkranken sie trotzdem, war halt ein anderer „Erreger“ die Ursache. Mit dieser Impfung ist es den Pharmafirmen gelungen, eine Impfung gegen einen Missstand und nicht gegen eine Krankheit zu erfinden. Wenn wir dann noch erfahren müssen, dass diese Krankheit eigentlich nur in Entwicklungsländern eine Gefahr für die Kinder darstellt, diese sich die Impfung aber aus Kostengründen nicht leisten können – so sie denn tatsächlich die Krankheit verhüten würde – verliert die ganze Aktion gewaltig an Glaubwürdigkeit.

Rotaviren gehören – so die Sichtweise unserer momentanen Medizin – zur Familie Reoviridae. Es handelt sich angeblich um nichtumhüllte Viruspartikel von ca. 70 nm, die strukturell dreischichtig sind. Man unterscheidet sieben Serogruppen, von A bis G. Rotaviren der Gruppe A kommt weltweit die grösste epidemiologische Bedeutung zu. Die Antigenität des Virus wird von zwei Oberflächenproteinen (VP4 und VP7) bestimmt, anhand derer auch die Einteilung der Viren einer Serogruppe unterschiedliche Serotypen (Genotypen) nach einem binären (aus zwei Teilen bestehenden) System erfolgt. Rotaviren sollen sehr umweltresistent sein. Hitze und Säure machen ihnen nichts aus, dagegen werden sie von Alkohol rasch inaktiviert.

Erstinfektionen treten normalerweise zwischen dem 3. und 24. Lebensmonat auf. Man nimmt an, dass Neugeborene durch den Nestschutz der Mutter geschützt sind. Die Krankheit soll eine Inkubationszeit von ein bis drei Tagen haben. In der Regel zeigen sie sich mit einer akuten Gastroenteritis, d.h. einer gleichzeitigen Schleimhautentzündung des Magens und des Dünndarms, mit Brechreiz und/oder Erbrechen, Fieber, wässrigem Durchfall bis hin zu Brechdurchfällen. Das Problem bei dieser Krankheit ist nicht der Durchfall an sich, sondern der in diesem Alter der Säuglinge gleichzeitig stattfindende massive Wasser- und Elektrolytverlust, der zur Dehydratation (Austrocknung) des Kindes führen kann. Allerdings verlaufen die meisten Fälle sehr mild und mit asymptomatischen Verläufen. Im Erwachsenenalter treten Erkrankungen, die meist milder verlaufen, vor allem als Reisedurchfall, bei Eltern erkrankter Kinder oder in Altersheimen auf.

Die Krankheit soll fäkal-oral übertragen werden und tritt vor allem in den Wintermonaten auf. Besonders in Krankenhäusern kommt es oft zu Nosokomialinfektionen, d.h. zu Krankenhausinfektionen! Nosokomialinfektionen sind Infektionen, die häufig durch banale Erreger verursacht werden, deren Übertragung gleichzeitig mit der Behandlung und Pflege erfolgt, wobei die Verbreitungswahrscheinlichkeit durch Organisation und Bau des Spitals beeinflusst wird. Hauptursache dieser Erkrankungen sind die Vernachlässigung der klassischen Hygienevorschriften in den Spitälern, mangelnde Qualifikation des Personals, unkritische Anwendung von Antibiotika, Platzmangel im Spital bzw. überholte bautechnische Konzeptionen. Rotaviren sind in Deutschland die häufigste Ursache für nosokomiale Magen-Darmerkrankungen bei Kindern!

Auch im häuslichen Bereich ist immer bei einem Ausbruch eine mangelnde Hygiene im Zusammenhang mit einer bereits vorhandenen Schwäche des Kindes die Voraussetzung. Ein gesundes Kind wird nicht durch „Erreger“ angefallen und kann dann erkranken!!

Zahlen für die Krankheitshäufigkeit sind vom Impfstoffhersteller Sanofi Pasteur angegeben worden. Wobei zu bedenken ist, dass Zahlen zu Erkrankungen, gegen die der Hersteller bereits einen Impfstoff zur Verfügung hat, mit Vorsicht zu geniessen sind. Sanofi Pasteur gab auf der Pressekonferenz zur Vorstellung seines neuen Impfstoffes an , dass in der EU jährlich 3,6 Millionen Kinder unter fünf Jahren an einer Rotaviruserkrankung leiden. 700’000 davon benötigen ärztliche Hilfe, 87’000 müssten stationär aufgenommen werden, 200 verstürben daran. In Deutschland sollen jährlich nach Schätzungen etwa 10’000 Kinder an Brechdurchfall verursacht durch Rotaviren erkranken, etwa jedes 45. müsste stationär behandelt werden. Für Österreich werden ca. 3’900 Erkrankungen jährlich angegeben, wobei in den letzten Jahren kein Todesfall gemeldet wurde. 1  Es gilt zu bedenken, dass in Deutschland erst seit Inkrafttreten des IfSG am 1.1.2001 eine Meldepflicht für Rotavirenerkrankungen besteht. In Österreich wurde 1997 mittels eines freiwilligen Netzwerkes versucht, an genaue Daten zu der Häufigkeit dieser Krankheit zu kommen. 1997 wurden alle österreichischen klinischen Kinderabteilungen erfasst, 1998 gab es lediglich eine repräsentative Auswahl von 14 Schwerpunktspitälern, der Rest wurde geschätzt. 1a  Obwohl also vor Einführung dieser Melde- bzw. Erfassungsdaten keinerlei glaubwürdige Zahlen existieren, dürfte damit zu rechnen sein, dass spätestens in fünf Jahren das Gerücht als anerkannte Wahrheit die Runde macht, die Krankheit sei durch die Impfung eingedämmt worden, weil es vor der Impfära unendlich mehr Fälle gegeben habe. Diese Taktik haben wir schon bei der Hib-Impfung erleben dürfen.

Auch bei den Erkrankungszahlen wird mit Tricks gearbeitet, um die Gefahr durch diese Viren noch grösser erscheinen zu lassen. Beim Lesen der Werbebroschüren, aber auch der Artikel in den ärztlichen Fachzeitschriften entsteht der Eindruck, als ob alle Durchfallerkrankungen einzig und allein durch Rotaviren verursacht werden. Dies ist nicht der Fall. Im Gegenteil, sie „verursachen“ ungefähr die Hälfte aller Durchfallerkrankungen in dieser Altersgruppe. 2  Bei der Impfung wird dann wiederum angegeben, sie schütze zu 98 Prozent vor der schweren Verlaufsform. 3  Wenn wir diese Zahl im Zusammenhang mit dem Ausdruck „Schutz“ einmal nicht näher anschauen, entsteht der Eindruck, die Impfung schütze 98 Prozent vor der Erkrankung. Aber sie soll angeblich lediglich von 50 Prozent der Erkrankten 98 Prozent vor der schweren Verlaufsform schützen. Nachdem man selber zugibt, dass in den industrialisierten Ländern diese Krankheit nicht bei allen Kindern schwer verläuft, dürfte der Schutz – so die Angaben denn stimmen würden – nur für die wenigsten Kinder relevant sein.

Wo die Krankheit wirklich zu einem Problem geworden ist, dass sind die Entwicklungsländer. Infolge der fehlenden Hygiene kommt es laut Angaben der WHO dort zu ca. 800’000 Todesfällen jährlich. 4  In anderen Berichten der WHO ist von lediglich 480’000 bis 640’000 Todesfällen die Rede. 4a  Auch hier werden geschickt die Todeszahlen als Argument für eine Impfung eingesetzt. Gleichzeitig wird aber betont, dass die Todesfälle von Rotaviren verursacht, lediglich 20 Prozent der 2,4 bis 3,2 Millionen Toten durch Durchfall betragen.

Besonders prekär wurde die Situation, als Grossfirmen wie z.B. Nestle ihre Babyersatznahrung in den Drittweltländern anpriesen und damit die Frauen dort vom Stillen abhielt. Die Flaschennahrung wurde in der Regel mit dem dortigen unabgekochten Wasser zubereitet und hatte viele Todesfälle zur Folge. Die grossen Gesundheitsorganisationen wie z.B. UNICEF haben in der Zwischenzeit einen Kodex ausgearbeitet, nach dem Milchpulver für Säuglinge nicht mehr ohne den Zusatz angepriesen werden darf, dass Muttermilch die bester und erstrebenswerteste Nahrung für ein Kind sei.

Ganz wichtig zu wissen ist ebenfalls, dass Rotaviruserkrankungen nicht bei Kindern auftreten, während sie gestillt werden! 5 6  Es wäre also wünschenswert, die Kinder bis knapp zum 2. Lebensjahr wenigstens teilweise zu stillen. Rotavirenerkrankungen treten einzig und allein durch unsaubere Babyflaschen-Sterilisationen oder unsauberes Wasser auf.

Es gibt Untersuchungen bei Tieren, die übereinstimmend belegen, dass Mangelernährung bzw. im Zusammenhang mit bakteriellen Erkrankungen die Auslöser von Rotavirenerkrankungen sind. 7 8 9  Diese Erkrankung kann ebenfalls bei Tieren auftreten, ist aber nicht auf den Menschen übertragbar. Diese Daten belegen eindeutig, dass ein gesundes Kind auch nicht an Rotaviren erkranken kann!

Alle Autoren sind sich einig, dass Rotaviren bis Ende der 1970er Jahre keine Rolle spielten. 10  Die Krankheit wurde lediglich als „unangenehm“ bezeichnet. Wodurch wurde sie so gefährlich, dass sie heute nach Meinung der Impfbefürworter nach einer Impfung verlangt? Ist es nicht so, dass wir z.B. in Mitteleuropa je länger je hygienischer leben und es also keine Verschlimmerung der Fälle geben sollte? Wir haben das am Beispiel von Hepatitis A gesehen. Offiziell wird bestätigt, dass alle Mitteleuropäer die vor 1957 geboren sind, wegen der fehlenden Hygiene dazumal die Hepatitis A bereits als Kind durchgestanden haben und heute immun dagegen sind. Die heutigen Menschen bei uns haben unter normalen Umständen keine Möglichkeit mehr, als Kind alle an einer Hepatitis A zu erkranken. Warum soll sich ausschliesslich bei den Rotaviren diese Regel nicht bestätigen? Hier drängt sich der Schluss auf, dass man einer Impfung gut verdient, auch wenn sie nicht notwendig sein sollte. Ausserdem sterben z.B. bei uns im deutschsprachigen Raum so gut wie keine Kinder an den Folgen einer Rotavirenerkrankung. Schiesst man hier mit Kanonen auf Spatzen?

Könnte der plötzliche Anstieg der Rotaviren auch etwas damit zu tun haben, weil wir genau seit Mitte der 1970er Jahre eine gehäufte Zunahme der Impfungen haben, dass damit das Immunsystem der Kinder derartig geschwächt wurde und sich Keimen Tür und Tor öffneten?

Die Geschichte um RotaShield
Am 31. August 1998 wurde die erste Rotavirenimpfung namens RotaShield vom Hersteller Wyeth Laboratories durch das FDA in den USA zugelassen. In der EU lief sie unter dem Namen Rotamune. Doch ihr war kein grosses Glück beschieden. Bereits im Juli 1999 wurde sie zurückgezogen. Die Zulassung ist immer noch gültig, sie wird nur nicht mehr produziert. Die CDC veranlassten die Rücknahme wegen des häufigen Auftretens von Darm-Invaginationen, d.h. die Einstülpung des Darms. Eine Darmeinstülpung verursacht starke Schmerzen, Krämpfe und Blut im Stuhl bis hin zum Darmverschluss und muss operativ behoben werden. Eines von 10’000 Kindern litt nach der Impfung an einer Darmeinstülpung und ein Kind starb nach der Impfung. 11

Die Impfung wurde derart schnell zugelassen, dass man nur staunen konnte. Angeblich hatte es in den Studien um die Nebenwirkungen keine gravierenden Fälle gegeben. Allerdings wurde der Öffentlichkeit nicht mitgeteilt, dass die Studie an lediglich 17’000 Kindern stattfand. 12  Im nachhinein stellte sich dann heraus, dass die Hälfte des Komitees im CDC, das für die Zulassung verantwortlich war, finanzielle Interessen an Pharmafirmen besass. Eines dieser Komiteemitglieder besass sogar ein Patent für eine Rotavirusimpfung. Dieser Mann ist Dr. Paul Offit, Direktor der Infektionsabteilung am Kinderspital in Philadelphia, wo er noch heute arbeitet. Die Applikationsnummer auf den Impfstoff lautet 353547. Dr. Offit gibt zu, ein fachärztlicher Berater des Impfstoffherstellers Merck zu sein. 13  Wie nicht anders zu erwarten, gab man sich Mühe, kurz nach der Rücknahme des Impfstoffs den Eindruck zu erwecken, die Darmeinstülpungen seien Zufall gewesen und nicht die Folge der Impfung. Unter der Leitung von Lone Simonson aus Bethseda/Maryland haben in 10 Bundesstaaten nachgeforscht. Sie fanden nicht nur, dass die Impfung unschuldig sei, sondern die Häufigkeit der Darmeinstülpungen sei sogar zurückgegangen und der Impfstoff müsse neu bewertet werden. 14  Das war jedoch selbst für das FDA und CDC wohl etwas zuviel des Guten, denn sie reagierten nicht auf diesen Aufruf.

In einem Zeitungsinterview gab Offit Jahre später zu, das Problem der Darmeinstülpungen gekannt zu haben. Bereits vor der Zulassung habe es auf 10’922 Geimpfte fünf Fälle gegeben. Deswegen habe es man es auch im Beipackzettel unter die Nebenwirkungen aufgenommen!

In Veröffentlichungen machte der Hersteller darauf aufmerksam, dass sich nach seiner Impfung nicht nur unter den Geimpften, sondern auch in der Placebogruppe Antikörper gebildet hätten! 14a  Was wurde dann in der Placebogruppe den Probanden gespritzt, dass sich Antikörper bildeten? Manchmal gewinnt man beim Lesen dieser Studien den Eindruck, als ob dem Schreiber das normale logische Denken abhanden gekommen sei.

Besonders bei dieser Impfung stellte sich heraus, dass sie vor allem in Afrika und Südamerika – in den Ländern also, wo sie eine wirkliche Hilfe bedeuten würde – eine geringe bis keine Wirksamkeit hatte. 14b Zwei neue Rotavirenimpfstoffe

Seit Sommer 2006 gibt es nun im EU-Raum die beiden zugelassenen Impfstoffe RotaTeq (Merck, bzw. in Deutschland Sanofi Pasteur MSD) und Rotarix von GlaxoSmithKline. In Österreich ist sie eilfertig bereits generell für alle Kinder ab dem zweiten Lebensmonat empfohlen worden.

Für den Nachweis, dass eine Darmeinstülpung nach der Impfung nicht auftritt, haben die Impfstoffhersteller Untersuchungen durchgeführt, die zu den „grössten und teuersten jemals durchgeführten klinischen Studien zählen“. Bei der Phase III Studie von Merck sind 68’000 Probanden (grossteils in den USA und Finnland) beteiligt gewesen, bei jener von GlaxoSmithKline mehr als 63’000 in lateinamerikanischen Ländern und Finnland. Und Mexiko hatte den Impfstoff, bevor die Studien abgeschlossen waren, bereits zugelassen! 15

Ob man tatsächlich bei den Herstellern davon ausgeht, dass Studien, die weniger als 100’000 Kinder einbeziehen, auch tatsächlich aussagekräftig sind? Hier drängt sich der Gedanke auf, dass man Angst vor zu viel Wahrheit hatte und deswegen die Studien nicht weiter ausdehnte. Es ist ebenfalls mit Sicherheit anzunehmen, dass Mexiko die Impfung günstiger erhielt und sich damit ebenfalls an der Studie beteiligte. Finnland zählt zu den bestgeimpften Regionen dieser Erde. Das erkennt man daran, dass finnische Ärzte sagen, es gebe nirgends so viele kranke Kinder wie bei ihnen. Durch die Pharmagläubigkeit erstaunt es nicht, dass das Land seine Kinder immer zu Studienzwecken zur Verfügung stellt.

Die beiden Impfstoffe wurden im Sommer 2006 fast gleichzeitig der Presse vorgestellt. Sanofi Pasteur organisierte einen „Media-Workshop“ in Lissabon, bei dem es galt, die Medien auf die neue Wunderwaffe vorzubereiten. Auf diesem Workshop wurden den staunenden Journalisten mitgeteilt, dass die „Rate unerwünschter Ereignisse im Bereich vom Placebo lag“. 16  Fieber, Erbrechen und Durchfall traten im Vergleich zur Placebogruppe aber nur um 2,5 Prozent häufiger auf. Hat sich hier niemand die Frage gestellt, wieso ein Placebo die gleichen Nebenwirkungen wie der Impfstoff haben kann?

Besonders angetan waren die Journalisten, dass „das Impfschema sich gut in die routinemässigen Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen (in Österreich) einfügt“. Wie wunderbar sich doch die Impfstoffhersteller alles zum Wohle der Eltern und ihrer Kinder ausdenken! Selbstverständlich wurde auch eine entsprechende Zunahme von Antikörpern gemessen und entsprechend gewürdigt. Obwohl in Forscherkreisen schon lange klar ist, dass Antikörper nichts mit Schutz zu tun haben, sondern lediglich anzeigen, dass der Organismus Kontakt mit dem Erreger hatte.

Mitinhaber des Rotaviren-Impfstoffpatents der Firma Merck ist übrigens wieder der bereits erwähnte Dr. Paul Offit, der in den USA gleichzeitig im Komitee für die Zulassung sitzt!

Bei den beiden Impfstoffen handelt es sich um abgeschwächte Lebensimpfstoffe, die oral eingenommen werden. RotaTeq wird in drei Teilen im Abstand von je vier Wochen verabreicht und Rotarix in zwei Teilen. Die Nebenwirkungen sind bei beiden besonders nach der ersten Dosis am grössten.

Brasilien hat im Sommer 2006 mehrere Millionen Rotaviren-Impfdosen von GSK bestellt und will nun flächendeckend mit der Impfung der Säuglinge beginnen. Laut der internationalen Hilfsorganisation Path sollen in Bangladesh, Malawi und Südafrika in Kürze ebenfalls klinische Studien mit Rotarix und in noch nicht bestimmten asiatischen und afrikanischen Ländern Ende 2006 mit RotaTeq begonnen werden. 17  Über einen Zeitraum von drei Jahren sollen alle Säuglinge in Nicaragua kostenlose Impfungen mit RotaTeq erhalten. Zusätzlich wird Merck unentgeltlich fachliche Unterstützung für die Dauer des Programms zur Verfügung stellen. 18  Auch hier werden die armen Kinder an einer klinischen Studie teilnehmen. Die Bill & Melinda Gates-Stiftung hat Path (Programme for appropriate technologie in health) sechs Millionen Dollar zur Verfügung gestellt, um alle Kinder während zweier Jahre in Neu Delhi gegen Rotaviren zu impfen. Das ganze findet im Zusammenhang mit der CDC in den USA und dem Indischen Gesundheitswesen statt. Fazit

Warum müssen Kinder in den industrialisierten Ländern gegen eine Krankheit geimpft werden, die an sich nicht gefährlich ist, wie allgemein zugegeben wird. Für die Entwicklungsländer wäre diese Impfung – so sie denn schützen würde – eine Chance. Aber wie die Erfahrung bereits gezeigt hat, „wirkt“ sie dort seltsamerweise nicht. 
Hier wird deutlich, dass für eine Erkrankung nicht Viren und Bakterien verantwortlich sind, sondern einzig und allein hygienische und sozio-ökonomische Bedingungen. Wenn wir z.B. in Afrika die sanitären Zustände bessern könnten, verseuchtes Trinkwasser und Mangelernährung beheben könnten, dann wäre auch den Durchfallerkrankungen der Boden entzogen. Ausserdem ist bekannt, dass selbst in afrikanischen Ländern lediglich 20 Prozent aller an Durchfall erkrankten Kinder auch das Rotavirus in sich tragen.

Hier geht es nicht um Gesundheit und Wohlergehen, sondern um Profit und Macht. Dass sich leise Zweifel an dem Sinn dieser Impfung regen, ist nicht zu übersehen. So sagt Privatdozent Eckart Schreier vom RKI: „Dass beide Impfstoffe trotz Unterschieden in der Zusammensetzung offenbar ähnlich gut schützen – das lässt sich nicht ohne weiteres erklären.“ Es gebe bei den Rotaviren noch viel Forschungsbedarf, meint er. 19

Wir dürfen versichert sein, dass die Pharmahersteller und ihre willigen Helfer in den Behörden und Institutionen nicht müssig bleiben werden, damit auch der letzte Zweifel an dieser mehr als sinnlosen Impfung behoben wird.

 

  • 1  Jatros, Vaccines 2/2006
  • 1a  Mitt. Österr. Ges. Tropenmed. Parasitol 22 (2000) 115-120
  • 2  Mitteilungen der Sanitätsverwaltung, Österreich, 12/2005
  • 3  Jatros, Vaccines 2/2006
  • 4  WHO Report 1997, Science 265:1389 -91
  • 4a  Bull WHO, 70:705-714, 1992, Lancet 349:1436-1442, 1997
  • 5  Business Standard, 21. Oktober 2002
  • 6  Heininger U., Impfratgeber Pädiatrie, Universimed 1999
  • 7  Torres-Medina A., Am J Vet Res 45:652-660, 1984
  • 8  Newsome PM et al., Aust Vet J58:20-23, 1982
  • 9  Bishop R et al., NEJM 309:72-76, 1983
  • 10  Vaccines, Orenstein et al., 3rd Edition, 1999 sowie Vaccines, Children & Practice, Vol 2, 8-11, 1999
  • 11  Zwei Impfstoffe gegen Rotaviren, NZZ
  • 11.1.2006
  • 12 Vaccines, Orenstein et al., 3rd Edition, 1999
  • 13 www.whale.to, Stand 21.10.2004
  • 14  Impfung gegen Rotaviren zu Unrecht abgesetzt?, FAZ 17.10.01 sowie Lancet 358, 1197, 1224, 2001
  • 14a  Pädiatrie & Pädologie, 4/1999 14b  Bresee J.,e t al, Vaccines, Children & Practice, Vol 2, 8-11, 1999
  • 15  Vir Ep Inf Nr. 20/2004
  • 16  Jatros, Vaccines 2/2006
  • 17  NEJM 354, 11-33, 75-77, 2006
  • 18  Jatros Vaccines 2/2006
  • 19  Ärzte Zeitung 31.5.2005

Danke, dass Sie bei den kleinen Lieferanten bestellen, die den Markt nicht durch Preisdumping gefährden.... Verstanden