Meningokokken

Da diese Impfung viele Jahre nicht die am häufigsten vorkommenden Erreger-Typen abdeckte, war sie von Beginn an für die meisten Fälle sinnlos.

Die Krankheit
Eine Meningitis (Gehirnhautentzündung) kann durch verschiedene Bakterien und Viren, sowie andere Ursachen ausgelöst werden. Zumeist tritt eine Gehirnhautentzündung aber nur dann auf, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Die Menigokokken sind Keime der pysiologischen Nasen-Rachen-, wie auch der Genitalschleimhäute. Man findet diese Bakterien bei 30% der Menschen, ohne das diese daran erkranken. Zu den Infektzeiten kann die Trägerquote auch auf 90% anwachsen, ohne das die Betroffenen daran erkranken. Es erkranken wie bei vielen anderen Infektionskrankheiten, gerade diejenigen mit einer Immunschwäche. Warum also brauchen wir eine Impfung für einen Keim, den man so häufig ohne Symptome bei zumeist jungen Menschen antrifft?

Diese bis zu 90% gesunden Träger haben sogar Antikörper gegen die Meningokokken, mit Ausnahme des Typ B, der durch seine Polysaccharidkapsel keine Antikörper-Bildung auslöst.

Bei circa 90% der schwerwiegenderen Meningokokken-Infekte weltweit werden die Serotypen A, B, C und Y nachgewiesen und spricht ihnen deshalb die Rolle des Auslösers zu, wenngleich die übrigen Serotypen auch bei Gesunden nachgewiesen werden.

In Deutschland und der Schweiz finden wir zumeist den Serotyp B bei den meisten Menigokokken-Infektionen, die sich in der Winters- und Frühjahrszeit häufen. Doch selten treten diese endemisch auf, d.h. es kommt zu sporadischen, vereinzelten Fällen unter immungeschwächten Menschen. Selten durchdringen die Keime die Blut-Hirnschranke, die dann zu Hirnödem, Hirnwasserabflussstörungen und eine Abnahme der Durchblutung des Gehirns zur Folge haben kann, was manchmal den Tod durch Atemlähmung mit sich bringt.

Die Inkubationszeit beträgt laut Lehrbuch wenige Tage, was allerdings die Frage aufwirft, warum es gesunde Träger gibt?

Nach der durchgestandenen Krankheit gibt es keine Immunität, d.h. die Krankheit kann sehr oft wieder den Menschen befallen. Wenn aber die Krankheit selber uns keine Immunität verleiht, wie sollte dann die Impfung uns einen Schutz verleihen?

Etwa zwei Drittel der invasiven Meningokokkenerkrankungen werden hierzulande durch B-Meningokokken hervorgerufen. Ihre Häufigkeit nimmt allerdings seit Jahren deutlich ab, von 400 bis 570 gemeldeten Erkrankungen pro Jahr (Deutschland) in der ersten Hälfte der 2000er Jahre auf durchschnittlich 250 pro Jahr zwischen 2010 und 2012 (etwa 0,3 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner), konnte man aus dem Arzneitelegramm 1/2014 entnehmen.

Die Impfung
Seit Dezember 2013 hat Novartis den ersten Impfstoff gegen Meningokokken der Serogruppe B (BEXSERO) in Deutschland in den Handel gebracht. Die bisherigen Impfstoffe gegen B-Meningokokken waren bisher problematisch, da die Kapsel wegen geringer Immunogenität nicht als Impfantigen nutzbar war.

Jeder zweite Säugling und jedes fünfte Kleinkind klagen über eine erhöhte Irritabilität nach der Impfung. In England sind im Jahr 2000 zwölf Kinder nach dieser Impfung gestorben. 

In Saudi-Arabien treten zur Hadsch-Zeit (Pilgerzeit) immer viele Fälle auf, obwohl die Impfung für die Pilger eine Pflichtimpfung ist und keiner ungeimpft das Land betreten darf. Im Jahr 2000 sind mehr als 70 europäische Pilger in Saudi-Arabien an Meningokokken erkrankt. 

Die Meningokokken-Impfung soll uns gegen Gehirnhautentzündungen, verursacht vom Erreger A, C, W135 und Y schützen. 

Danke, dass Sie bei den kleinen Lieferanten bestellen, die den Markt nicht durch Preisdumping gefährden.... Verstanden